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LV Doktor Blog: Gefahrenpunkte beim Bezugsrecht einer Risiko-Lebensversicherung

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LV Doktor Blog: Gefahrenpunkte beim Bezugsrecht einer Risiko-Lebensversicherung

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Auch beim Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung sind einige Punkte zu beachten, damit im Falle der Auszahlung auch wirklich die Person die Versicherungssumme erhält, die der Verstorbene bedenken wollte. Darum gilt es, einige Feinheiten beim Abschluss zu beachten und somit etwaige Gefahren zu umgehen:


Gefahrenpunkt 1: Die Bezugsberechtigung wurde bei einer Scheidung nicht geändert


Wurde beim Abschluss der Versicherung der „Ehepartner“ als Bezugsberechtigter eingetragen, bekommt dieser auch die vereinbarte Versicherungssumme im Falle des Todes des Versicherten ausgezahlt, auch wenn dieser inzwischen nach der Scheidung wieder geheiratet hat. Besser ist der Eintrag „der im Versicherungsfall mit dem Versicherungsnehmer in gültiger Ehe lebende Partner“.


Gefahrenpunkt 2:  Es wurde ein unwiderrufliches Bezugsrecht vereinbart


Es gibt das widerrufliche und das unwiderrufliche Bezugsrecht. Beim widerruflichen Bezugsrecht kann der Versicherungsnehmer jederzeit den Bezugsberechtigten ändern. Dies muss in schriftlicher Form der Versicherung mitgeteilt werden. Beim unwiderruflichen Bezugsrecht kann der Bezugsberechtigte zwar auch geändert werden, jedoch bedarf es der Zustimmung desjenigen, dem die Bezugsberechtigung entzogen werden soll. Die Exfrau muss also zustimmen, dass die „Neue“ die Bezugsberechtigung erhalten soll. Unwiderruflich wird das Bezugsrecht oft im Geschäftsleben vereinbart, um die Firma abzusichern. Außerdem darf das Geld bei der unwiderruflichen Bezugsberechtigung nicht gepfändet werden und ist somit vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.


Gefahrenpunkt 3: Der Bezugsberechtigte ist nicht informiert


Rechtlich gesehen handelt es sich bei der Bezugsberechtigung um das Angebot einer Schenkung der Todesfallleistung. Weiß der Berechtigte nichts von seinem Glück, können die Erben die Auszahlung verhindern. Wenn man nichts von einem Angebot weiß, kann man es auch nicht annehmen. Hier macht der Gang zum Notar, wo die Schenkung notariell festgelegt wird, absolut Sinn.


Gefahrenpunkt 4:
Tod des Bezugsberechtigten


Bei Tod des Bezugsberechtigten kann beim widerruflichen Bezugsrecht ein neuer Bezugsberechtigter benannt werden. Geschieht dies nicht, geht die Versicherungssumme in die Erbmasse. Bei Tod eines unwiderruflichen Berechtigten geht der Anspruch auf dessen Erben über. Sinnvoll ist es festzulegen, dass mit dem Tod des Berechtigten das Bezugsrecht erlischt.


Gefahrenpunkt 5
: Steuern


Auf die ausgezahlte Versicherungssumme entfallen Erbschafts- oder Schenkungssteuer. Bei Ehepartnern liegt der Freibetrag bei 500.000 Euro, bei Kindern bei 400.000 Euro. Ehepartner können die Erbschaftssteuer durch einen legalen Trick ganz vermeiden. Hierbei darf der Versicherungsnehmer nicht gleichzeitig die versicherte Person sein. Die versicherte Person in einer Familie ist der Hauptverdiener, in der Regel der Mann, Versicherungsnehmerin  sollte allerdings die Frau sein. Wichtig dabei ist, dass die Versicherungsprämien nachweislich von der Versicherungsnehmerin gezahlt werden.
 

Geschrieben von: CG LV Doktor Team
Veröffentlicht am: 28. Apr 2017


10 Kommentare

Vielen Dank. dann muss ich nochmal die Bezugsberechtigung meiner Lebensversicherung überprüfen.


Ja, ja, man muss offensichtlich viel beachten, wenn sich für demn Abschluss einer Risikolebensversicherung entschließt. Um so besser, dass man hier so wertvolle Tipps erhält.


Man kann es aber auch kompliziert machen. Die machen das Verasicherungsrecht doch absichtlich so unverständlich, damit man sich immer einen Spezialisten holen muss.


Na prima. Das hätte ich mal früher wissen sollen. Was mach ich denn jetzt, wenn ich ein paar Fehler eingebaut habe? hätte mich der Versicherungsmakler nicht besser informieren müssen?


Und wenn sich die Bezugsperson ändert, reicht eine kurze schriftliche Mitteilung an die Versicherungsgesellschaft.


Ich kann nur jedem raten, seine Risikolebensversicherung immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Schließlich weiß man ja nie was in der nächsten Stunde passiert.


Na toll, warum einfach wenn es auch kompliziert geht. Da blickt ja der Ottonormal Verbraucher überhaupt nicht durch. Also wieder zum Spezialisten und der will natürlich auch Kohle sehen.


Wenn man den Bezugsberechtigten informieren muss, diesen dann aber nach ein paar Jahren wieder gegen einen anderen austauschen will, gerät man dadurch doch in eine ziemlich peinliche Situation


Jetzt hat man wenigstens die Möglichkeit trotz Schulden jemanden etwas lohnenswertes zu hinterlassen.


Ich finde das auch eine ziemlich peinliche Nummer. Es sollte reichen , den Bezugsberechtigten im Vertrag zu ändern. Der wird nach meinem Ableben dann ja merken, dass er was vererbt bekommt.


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