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Gehört die Lebensversicherung zur Erbmasse?

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Gehört die Lebensversicherung zur Erbmasse?

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Wann gehört die fällige Versicherungssumme in die Erbmasse?

Es ist ganz vom Einzelfall abhängig, ob und wann eine nach Tod des Versicherungsnehmers auszuzahlende Versicherungssumme aus einer Lebensversicherung zur Erbmasse zählt.  Ausschlaggebend ist nämlich, ob der Verstorbene zu Lebzeiten einen Bezugsberechtigten in den Vertrag eingesetzt hat oder nicht.

An wen ist die Risikosumme auszuzahlen?

Normalerweise wird nach dem Tod des Erblassers das gesamte Vermögen auf die Erben aufgeteilt. Wenn es sich allerdings um eine Lebensversicherung handelt, in der für den Fall des Ablebens ein Begünstigter in der Versicherungspolice eingetragen wurde, handelt es sich um einen Ausnahmefall.
Denn die Zahlung der Todesfallsumme an einen im Vertrag namentlich genannten Bezugsberechtigten gehört nicht in die Erbmasse, da dem Begünstigten diese Zahlung durch einen sogenannten "Vertrag zugunsten Dritter" zukommt und somit auch als direkte Erbschaft gilt.

Wenn der Verstorbene allerdings versäumt hat, einen Begünstigten im Vertrag einzutragen, dann gehört die Auszahlungssumme aus der Lebensversicherung in die Erbmasse. Die Versicherungssumme wird entsprechend dem Verhältnis ihrer Erbteile unter den Hinterbliebenen aufgeteilt.


Bezugsberechtigt trotz Ausschlagung des Erbes

Die gleiche Regelung gilt, wenn anstatt namentlich aufgeführte Bezugsberechtigte “die Erben” als Begünstigte benannt wurden. Erben haben in diesem Fall sogar bei einer Ausschlagung des Erbes ein Bezugsrecht. Ein Erbe wird oft ausgeschlagen, wenn der Verstorbene bereits zu Lebzeiten völlig überschuldet war.
 

Geschrieben von: CG LV Doktor Team
Veröffentlicht am: 10. Feb 2017


9 Kommentare

Also ok. Wenn ich mein Erbe ausschlage, kann ich trotzdem die Todesfallsumme aus der Lebensversicherung abgreifen, auch wenn der Verstorbene Hoch verschuldet war? Wieso wird das Geld dann nicht zur Tilgung der Schulden benutzt?


Das ist im Erbrecht nun mal so festgeschrieben. ist doch gut für den Verbraucher. Der Staat kassiert doch wirklich schon genug ab.


Hallo Gerd, es gibt in unserem Land tatsächlich noch Gesetze, die den Bürgern zugute kommen. So ist es auch mit dem Erbrecht. Wahrscheinlich wird es auch als pietätlos angesehen, wenn man die Toten nachträglich zur Kasse bittet.


So ist das nun mal mit dem deutschen Erbrecht. ist doch endlich auch mal was positives. Der Staat sahnt schon genug ab. Vielleicht finden sie es auch unmoralisch, einem Toten das Geld aus der nicht vorhandenen Tasche zu ziehen.


Der Staat kann aber nur nicht an das Versicherungsgeld ran, wenn eine Bezugsperson eingetragen ist. Sonst können die Gläubiger darauf zugreifen.


Vorsicht Leute,Monika hat recht. Wenn keine Bezugsberechtigung eingetragen ist, also die ganz normale Erbfolge in Kraft tritt, kann die Versicherungssumme sehr wohl von den Gläubigern gepfändet werden. Nur wenn ein Bezugsberechtigter eingetragen ist, können die nichts machen.


das heißt doch dann aber auch, wenn ich ausdrücklich eine meiner Töchter als Bezugsberechtigte eintragen lasse, können eventuelle Gläubiger nicht an das Geld von der Risikolebensversicherung ran?


Ich kann den Artikel nur bestätigen. Ich habe meine Lebensversicherung aus finanziellen Gründen kündigen müssen, und habe einen lächerlich niedrigen Rückkaufswert ausgezahlt bekommen. Durch den LV Doktor habe ich zumindest meine eingezahlten Beiträge wieder zurück bekommen.


Man kann dem Staat nur ein Schnippchen schlagen, wenn man einen Bezugsberechtigten eingetragen hat. Ist die nicht der Fall, können durchaus mit diesem Geld die Schulden getilgt werden.


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